Hua Hin. Badeort an der Golfküste, 3 Stunden südlich von Bangkok. Metropolregion am Strand, wenn man so will. Beliebt bei Rentnern, Langzeiturlaubern und Leuten, die einfach nur ihre Ruhe wollen. Wir haben uns einen Tag vorgenommen und geschaut, ob man hier auch unter 60 Spaß haben kann.
Los geht’s mit dem Memory House, einem Instagram-Café etwas außerhalb. 50 Baht Eintritt, die man auf Getränke anrechnen kann. Sieht aus wie ein japanischer Puppengarten, alles auf Fotos optimiert. Essen? Pommes. Getränke? Einer hatte Petersilie drin, der andere ein riesiges Gummibärchen drauf, das man nicht essen sollte. Kitschig, aber für ein paar Fotos passt’s.
Weiter zum Mangrovenwald. Kostenlos, kein Eintritt, kaum Touristen. Ein Holzsteg führt komplett durch den Wald, man muss nicht durch den Schlamm. Perfekt für Mangroven-Anfänger. Schöner Schatten, angenehme Temperaturen, ein paar Schlammspringer und Krabben. Wer mit dem Boot tiefer rein will: 500 Baht für 40 Minuten, bis zu sechs Personen. Für einen heißen Tag mit Bewegungsdrang eine solide Option.
Dann der Wat Khao Takiab, der Bergtempel am Südende. 272 Meter hoher Kalksteinfelsen, ein riesiger stehender Buddha mit Blick aufs Meer. Die Hauptattraktion sind aber die Makaken. Hunderte, überall. Sonnenbrille auflassen, keinen Augenkontakt. Die sind nicht lustig, die klauen alles. Alles eingegittert. Unten am Hafen gibt’s frischen Fisch direkt vom Boot, wer mag.
Der Strand: lang, breit, aber keine richtige Strandpromenade. Man kommt nur durch kleine Gassen oder Hotels ans Wasser. Bei Flut ist der Strand teils komplett weg. Zum Schwimmen zu viel Wellen, zum Surfen zu wenig. Zum Liegen reicht’s. Liegen kosten extra, wie in Europa.
Die Hauptstraße ist die Lebensader. Von Bangkok die Küste entlang, durch Hua Hin durch. Am Wochenende Stau, weil alle zu den Nightmarkets wollen. Der Hua Hin Nightmarket ist klassisch: Souvenirs, Elefantenhosen, geschnitzte Kerzen, frischer Hummer vom Grill. Fun Fact: Hummer war ursprünglich Häftlingsessen in den USA. Erst als man ihn von der Küste ins Inland transportierte und es teuer wurde, wurde er zum Luxusprodukt. Der Cicada Market nebenan ist der bessere der beiden. Unter alten Bäumen, Live-Musik, Grillspieße zum Selbstaussuchen. Das ist quasi das Nightlife von Hua Hin, denn die Malls machen um 8 Uhr schon fast dicht.
Unser Fazit: Hua Hin ist nett, ruhig, verschlafen. Definitiv kein Ort für 14 Tage Jahresurlaub, wenn man unter 60 ist. Aber als Abstecher von Bangkok oder für ein paar ruhige Tage am Strand absolut machbar. Und Bangkok ist nur 3 Stunden entfernt, falls einem doch die Decke auf den Kopf fällt.
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Inhaltsverzeichnis:
0:00 – Guten Morgen aus Hua Hin
0:42 – Rollermiete für 250 Baht pro Tag
1:07 – Memory House – Das Instagram-Café
2:40 – Erste Bewertung: Kitschig, aber Fotos passen
4:00 – Mangrovenwald – Kostenlos und mückenfrei
5:47 – Bootstour durch die Mangroven – 500 Baht
6:26 – Aussichtspunkt – Alles im grünen Bereich
7:26 – Bear Grylls hätte hier abgebrochen
9:40 – Wat Khao Takiab – Der Affentempel
10:05 – Makaken-Tipps: Sonnenbrille auflassen
11:03 – Der stehende Buddha mit Meerblick
12:50 – Fischerhafen am Tempel
13:37 – Der Strand von Hua Hin – Kein Promenade-Feeling
15:59 – Die Hauptstraße – Stau am Wochenende
16:23 – Hua Hin Nightmarket – Hummer und Elefantenhosen
18:00 – Fun Fact: Hummer war mal Knast-Essen
19:26 – Cicada Market – Der bessere Markt
20:53 – Grillspieße unter alten Bäumen
23:12 – Fazit: Nett, aber eher Ü60
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